Über mich
Die ADHS Beratungsstelle in Soest bietet Ihnen eine vollumfassende Betreuung sowie Coaching für die Problemfelder der ADS- bzw. ADHS-Symptomatik.

Jan Grobfeldt
Fachliche Leitung und Trainingskonzept, sowie Beratungskonzept Erziehungswissenschaftler, AD(H)S- Trainer, AD(H)S- Elternberater; AD(H)S Beratung für institutionelle Einrichtungen, Fachberater Mobbing – Kind & Eltern, Fachberater Mobbing – Schule.
Studium der Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld. Von 2008 bis 2013 arbeitete ich als pädagogische Fachkraft in der Kinderfachklinik Bad Sassendorf. Ich beschäftige mich seit über 15 Jahren intensiv mit emotionalen und sozialen Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen, mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern in verschiedensten Ausprägungen. Seit 2018 biete ich bereits das qualifizierte AD(H)S-Training für Kinder und Jugendliche, sowie die AD(H)S-Elternberatung für die Klientschaft der Jugendämter Kreis Soest und Stadt Soest an. Viele Jahre schon unterstütze ich Familien, Eltern, sowie Kinder und Jugendliche in ihren Problematiken, so dass ich im Jahr 2020 die ADHS Beratungsstelle Soest gegründet habe.
Mit freundlichen Grüßen
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Meine Leistungen
Die Leistungen meines Coachings bzw. Trainings unterscheiden sich in zwei Angebote: AD(H)S-Training und die Beratung für Eltern.
ADHS-Training
1. Zielgruppe
Das 12-Wochen-Programm richtet sich an Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren mit Aufmerksamkeits- und Impulskontrollschwierigkeiten. Es kombiniert spielerische Lernformen mit klaren Strukturen, um exekutive Funktionen – insbesondere Inhibition, Emotionsregulation und kognitive Flexibilität – gezielt zu fördern.
Eltern und Lehrkräfte werden aktiv einbezogen, um die Strategien in den Alltag zu übertragen und nachhaltige Verhaltensveränderungen zu fördern.
2. Ziele
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Stärkung der Impulskontrolle
Kinder lernen, zwischen Reiz und Reaktion eine bewusste Pause zu setzen („Stop-Moment“). Dadurch handeln sie überlegter und selbstbestimmter. -
Verbesserung der Emotionsregulation
Durch gezielte Übungen erkennen die Teilnehmenden ihre Gefühle früher, benennen sie sicher und finden Strategien zur Beruhigung. -
Aufbau von Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit
Spielerische Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken und Körperwahrnehmung fördern das Bewusstsein für innere Zustände. -
Training exekutiver Funktionen
Konzentration, Planungsfähigkeit und kognitive Flexibilität werden gestärkt – zentrale Fähigkeiten für schulischen und sozialen Erfolg. -
Förderung sozialer Kompetenzen
Kinder üben Zuhören, Perspektivwechsel und respektvolle Kommunikation. Dadurch verbessern sich ihre Beziehungen in Schule, Familie und Freundeskreis. -
Steigerung der Selbstwirksamkeit
Kinder erfahren, dass sie selbst Einfluss auf ihr Verhalten nehmen können – ein entscheidender Schritt zu mehr Selbstvertrauen und Eigenverantwortung. -
Transfer in Alltag, Schule und Familie
Eltern und Lehrkräfte werden einbezogen, damit die erlernten Strategien im Alltag weiter geübt und gefestigt werden können.
3. Inhalte
Inhalte des ADHS-Trainings
Das ADHS-Training für Kinder und Jugendliche ist praxisnah aufgebaut und orientiert sich an den typischen Herausforderungen des Alltags.
Im Mittelpunkt steht nicht das „Fehlverhalten“, sondern das Verstehen, Erkennen und gezielte Stärken der eigenen Fähigkeiten.
Schritt für Schritt werden Strategien vermittelt, mit denen Kinder lernen, ihre Aufmerksamkeit und Impulse besser zu steuern und sich selbstbewusster im Alltag zu erleben.
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1. Verstehen, was ADHS bedeutet
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kindgerechte Einführung in das Thema Aufmerksamkeit, Impulse und Emotionen
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„Warum ist mein Gehirn manchmal schneller als ich?“ – Erkennen der eigenen Funktionsweise
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Stärkenorientierter Blick: Was kann ich besonders gut – und wie hilft mir das?
2. Stoppen – Denken – Handeln
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Aufbau innerer Pausenmechanismen („Stopp-Regel“)
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Übungen zur Impulskontrolle und Selbststeuerung
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Strategien zum bewussten Entscheiden: Reiz – Pause – Reaktion
3. Konzentration und Fokussierung trainieren
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alltagsnahe Konzentrationsspiele und Aufmerksamkeitsübungen
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Methoden zur Reizfilterung und Aufgabenstrukturierung
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Entwicklung individueller Arbeitsstrategien für Schule und Hausaufgaben
4. Emotionen verstehen und regulieren
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Erkennen und Benennen eigener Gefühle
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Umgang mit Wut, Frust und Enttäuschung
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Techniken zur Selbstberuhigung (Atemübungen, Bewegungsübungen, Achtsamkeit)
5. Soziale Kompetenz und Empathie
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Training sozialer Interaktion in Gruppen und Rollenspielen
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Perspektivwechsel: „Wie fühlt sich der andere?“
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Aufbau positiver Beziehungen in Schule, Familie und Freundeskreis
6. Selbstvertrauen und Motivation stärken
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Förderung der Selbstwirksamkeit: „Ich kann etwas verändern!“
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Erlebnispädagogische Übungen, die Mut und Eigenverantwortung fördern
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Rückmeldungskultur: Erfolge sichtbar machen und feiern
7. Übertragung in Alltag und Familie
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Elternarbeit als fester Bestandteil des Trainings
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Vermittlung von Strukturhilfen, Routinen und Kommunikationsstrategien
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enge Abstimmung mit Eltern, Lehrkräften und ggf. Therapeut:innen
4. Zeitlicher Rahmen
Aufbau des Trainings
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Einheit 1–12:
Jede Trainingseinheit dauert 60 Minuten und gliedert sich in zwei Teile:-
50 Minuten aktive Trainingsarbeit mit dem Kind (Übungen, Spiele, Methodenvermittlung)
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10 Minuten Elternreflexion und Materialweitergabe
– kurze Rückmeldung zum Verlauf, Austausch zu Beobachtungen und Übergabe von Arbeitsblättern oder Handouts zur häuslichen Weiterarbeit.
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Begleitende Gespräche
Zusätzlich zu den 12 Trainingseinheiten finden zwei Gespräche mit den Eltern statt:
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Erstgespräch: Gemeinsame Anamnese, Zielklärung und individuelle Trainingsplanung
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Abschlussgespräch: Auswertung des Trainingsverlaufs, Transfer in den Alltag und Empfehlungen für die weitere Begleitung
Gesamtumfang
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12 Trainingseinheiten à 60 Minuten
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+ Erstgespräch (60 Minuten)
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+ Abschlussgespräch (60 Minuten)
Gesamtumfang: 14 Termine
Ziel des Ablaufs
Durch die regelmäßige Reflexion, den Einbezug der Eltern und die gezielte Weiterarbeit zu Hause entsteht ein kontinuierlicher Lernprozess, der das Kind nachhaltig stärkt und die gesamte Familie entlastet.
Erwachsene mit ADHS
1. Zielgruppe
Junge Volljährige und Erwachsene im Alter ab 18 Jahren
2. Ziele
AD(H)S ist behandelbar! Betroffene wünschen sich meist Normalität. Ein geregelter Alltagsablauf – ohne ständig abgelenkt zu sein und ohne immer wiederkehrendes Chaos. Sie wünschen sich eine normale Beziehung zur Familie und zu Freunden, ohne überfordert, abgelehnt und ausgegrenzt zu werden.
Normal zu sein bedeutet die Befreiung von Verhaltensweisen, die den Alltag zur täglichen Herausforderung abzeichnet. Mit einem individuellen und gezielten, aus verschiedenen Bausteinen bestehenden Coaching, die zugleich das betroffene Umfeld mit einbezieht, lassen sich hervorragende Erfolge erzielen!
3. Inhalte
Alltägliche Situationen und Probleme werden in den Blick genommen:
● Selbstorganisation und Zeitmanagement
● Tägliche Abläufe und Routinen/ Rituale
● Prioritäten setzen
● Aufmerksamkeit und Awareness
● Selbstdisziplin und Selbstmotivation
● Steuerung und Management von Ärger und Impulsivität
„Chaos ist, wenn ADHS mit mir macht, was es will.
Kontrolle ist, wenn ich mit ADHS mache, was ich will!“
(Hesslinger B, Philipsen A, Richter H (2004))
Wir geben nachhaltige Unterstützung und Beratung, zeigen stets Verständnis für Ihre Situation, helfen bei der Planung und individuellen Umsetzung der Ziele.
Gemeinsam erarbeiten wir lösungs- und zielorientierte Zeitgeber, Pläne Strukturen und Selbstbeobachtungsinstrumente.
4. Zeitlicher Rahmen
Die Länge einer Sitzung beträgt 60 Minuten.
Coaching Ablauf
Jeder Ablauf des Coachings bzw. Trainings bei der ADHS Beratungsstelle Soest, lässt sich in drei verschiedene Schritte unterteilen.
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1.
Informationsgespräch
Ich biete vorab gerne ein Beratungsgespräch an, bei dem wir gemeinsam alle Fragen klären, das Anliegen besprechen und alle wichtigen Informationen für den weiteren Ablauf geben (60 Minuten).
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2.
Der erste Termin
Beim ersten Praxis-Termin wird das Anliegen genauer besprochen, die Hintergründe und der bisherige Umgang mit dem Problem, sowie dessen Auswirkungen genau beleuchtet.
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3.
Folgetermin(e)
Hierbei wird unter Berücksichtigung der bisherigen Veränderungen weiter an dem Ziel gearbeitet, bis zu Ihrer Zufriedenheit bzw. bis zur Erreichung des gesteckten Ziels oder der Problemlösung (60 Minuten).
Elternberatung
1. Zielgruppe
Eltern von Kindern mit der Diagnose ADS/ADHS.
2. Ziele
Ziel der AD(H)S-Elternberatung ist es, mit dem erlernten Hintergrundwissen bestärkend auf Ihr Kind einzugehen und für jede Problemsituation einen Ausweg zu erarbeiten, um nicht nur Ihr Kind zu stärken und zu fördern, sondern auch das Familiensytem positiv zu beeinflussen.
3. Inhalte
Viele Eltern sind zunächst verunsichert, wenn sie mit der Diagnose AD(H)S bei ihrem Kind konfrontiert werden.
Eine gute Elternarbeit ist wie eine Brücke, über die in der Beratung erworbene Kompetenzen den Weg in den Alltag finden können. Aufgrund der familiären emotionalen Bindung, haben Eltern stets einen größeren Einfluss auf das Denken und Verhalten des Kindes als alle Co-Erziehenden. Erzieher/innen, Lehrer/innen, Psycho-, Ergo- und Lerntherapeuten/innen steht immer nur ein kurzer Zeitraum für die Arbeit mit dem Kind zur Verfügung.
Um Sie als Eltern zu unterstützen, bringe ich Ihnen alle wichtigen Informationen zu Ursache, Verlauf, Diagnostik und Therapie der Erkrankung näher. Vor allem bei hilfreichen Vorgehensweisen im Umgang mit Ihrem Kind, sowie nützlichen Tipps für den Alltag, stehe ich Ihnen mit fundiertem Fachwissen zur Seite!
4. Zeitlicher Rahmen
Die Länge einer Sitzung beträgt 60 Minuten.
Über ADHS und die verschiedenen Formen
ADHS ist eine Zusammenfassung von Symptomen, die bei vielen Menschen in der Regel oft einzeln auftreten. Wenn wir von Symptomen sprechen, dann handelt es sich um Verhaltensweisen und Zuständen, die für andere sichtbar sind. ADHS ist keine Krankheit sondern eine Symptomatik. Folgende Formen werden unterschieden:
1. Unaufmerksamkeit
Bei schulischen Aufgaben, aber auch bei Freizeitaktivitäten, fehlt es den Kindern an Sorgfalt und Ausdauer. Sie verlieren schnell das Interesse und die Lust und widmen sich daher oftmals anderen, interessanter erscheinenden Sachverhalten zu (ablenkbar) bzw. sie arbeiten zwar weiter, jedoch flüchtig und unkonzentriert.

2. Überaktivität
Die Kinder scheinen häufig unter Strom zu stehen. Sie wirken unruhig und fallen durch einen großen Bewegungsdrang auf – im Unterricht und bei Stillarbeit äußert sich das Verhalten durch Zappeln, Wippen, mit den Beinen schlenkern, häufigem Aufstehen etc.

3. Impulsivität
Das Kontrollieren des eigenen Verhaltens ist für die Kinder schwer zu bewerkstelligen. Sie unterbrechen andere häufig und handeln oftmals ohne vorher die Konsequenzen zu bedenken. Auch sind sie schnell gereizt und lassen ihrer Wut und ihrem Frust häufig freien Lauf, was zu sozialen Problemen führt.

''Die Gesundheit der Menschen ist tatsächlich das Fundament, auf dem all ihr Glück und all ihre Kräfte beruhen.''
- Benjamin Disraeli
Meine Preise und Stunden
Eine Übersicht meiner Preise, sowie die Dauer einer einzelnen Sitzung für das Coaching.
Die Kosten werden in der Regel von den meisten Krankenkassen über den Pflegegrad (bei Kindern) oder durch Sonderzahlungen übernommen.
